Frauenleid und Frauenheil - Frauen und ihre Pflanzen
Kulturhistorischer Gang durch den Heilpflanzengarten
Leitung: Cosima Bellersen Quirini, Kulturhistorikerin und Autorin
Sonntag, 12.07.2026
18:00 bis 19:00 Uhr
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Ob Johanniskraut, Liebstöckel oder Stinkwacholder, früher wussten Frauen noch sehr genau, was, wofür, wann, wie oft und in welcher Dosis zum Einsatz kommen musste für die gewünschte Wirkung. Und es ging dabei nicht immer ausschließlich nur um Genesung. Bei diesem Rundgang geht es also um ein ganz spezielles Thema: Frauen als Heilerinnen, eine Aufgabe, die sie seit Jahrhunderten erfüllen und zumeist für die gesamte Familie wahrnehmen.
Hier finden sie Einblicke in die Nutzung zahlreicher Pflanzen, vor allem aber der wichtigsten sogenannten Frauenpflanzen, die vornehmlich der geschlechtssensiblen Behandlung dienen – und das nicht erst seit die moderne Medizin sich zunehmend mit dem Thema einer gendergerechten Medizin auseinandersetzt – denn schon Paracelsus wusste im 16. Jahrhundert: Die Medizin lässt sich nicht auf beide Geschöpfe gleich anwenden. Es gibt ja nur deshalb weibliche und männliche Kräuter in der Welt, weil es auch weibliche und männliche Krankheiten gibt. Man verschreibe also den Männern männliche Arzneien, den Frauen Arzneien, die ihrer Anatomie nach weiblich sind.
Erfahren Sie hier etwas zu verschiedenen Inhaltsstoffen, Wirkweisen und Lehren, aber natürlich geht es auch um Geschichte, Geschichten, Mystik, Volkskunde, Geheimnisse, Gifte und vieles mehr …